Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Ferienfreizeiten
in die Niederlande, nach Österreich, Kroatien und Spanien, liebe Eltern,

leider müssen wir heute mitteilen, dass wir alle für den Sommer geplanten Fahrten aufgrund der Pandemiesituation nicht durchführen können. Wir treffen diese Entscheidung wirklich sehr schweren Herzens, denn nichts würden wir in diesem bisher ziemlich verkorksten Jahr lieber tun, als mit euch/Ihren Kindern 14 Tage die Sonne im Süden oder an der Nordsee zu genießen und jede Menge Spaß zu haben.

Wir treffen diese Entscheidung für unsere Domizile in Fazana und Playa de Aro, weil, ganz abgesehen von den Auflagen für die Busreise, die enorme Entfernung zum Heimatort eine Rolle spielt, im schlimmsten Fall ist es nicht gut möglich, mal kurzfristig jemanden vor Ort abzuholen. Weiterhin schätzen wir die Lage in diesen Ländern recht unberechenbar ein, wie behördlich im Krankheitsfall mit den Erkrankten, aber auch mit der restlichen Gruppe im Krankheitsfall Einzelner umgegangen wird. Spanien gehört nach Anzahl der Infizierten und Verstorbenen zu den weltweit am stärksten vom Corona-Virus betroffenen Ländern. Die spanischen Behörden arbeiten aufgrund dieser Situation unter höchstem Druck. Nach Kroatien sind die sprachlichen Barrieren besonders groß. Wie in diesen Ländern letztendlich agiert wird, wird uns auch niemand bis zum letzten Tag vor der Abreise mit Gewissheit sagen können.

Wir kommen für alle Freizeiten zu dem Entschluss, dass eine Ferienfreizeit unter Berücksichtigung der einzuhaltenden Auflagen nichts mehr mit einem positiven Urlaubserlebnis für Jugendliche zu tun haben kann. Es würde vermutlich ein einziger Krampf für alle Beteiligten vor Ort, in irgendeiner Form den Anforderungen gerecht zu werden oder auch eine Farce, weil sich irgendwie innerhalb der Gruppe doch keiner so richtig daran hält oder daran halten kann.

Ferner ist uns durch den Kreis Wesel, bei dessen Jugendamt unsere Förderanträge auch gestellt werden, eine Information zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Förderung und Durchführung von Maßnahmen der Kinder- und Jugendarbeit zugestellt und es uns damit unmöglich gemacht worden, eine Reise durchzuführen, egal, ob wir es wollen würden oder nicht. Jegliche Vorgaben zum Bustransfer, zur Durchführung, zur Übernahme der Verantwortung bei Nichteinhaltung dieser Auflagen, im akuten Krankheitsfall, … können in der realistischen Abwicklung eines Ferienlagers für Jugendliche nicht gewährleistet werden.

Uns ist sehr bewusst, dass das Ferienlager für viele Jugendliche einen absoluten Höhepunkt im Jahresverlauf darstellt und auch eine wichtige Positiverfahrung in dieser Zeit wäre. Daher haben wir sehr lange mit unserer Entscheidung gewartet, immer wieder abgewogen, ausgelotet und gehofft.

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis und bleiben Sie alle gesund!

Axel Roghmanns
Vorstandsvorsitzender des Ferienhilfswerks
der Pfarrgemeinde St. Ulrich in Alpen

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